Das Burn-Out-Syndrom als moderne Krankheit der heutigen Zeit

Das Burn-Out-Syndrom ist eine psychische Erkrankung, die mehr und mehr auf dem Vormarsch in den Industrienationen ist. Kennzeichnend für ein Burn-Out-Syndrom ist eine Erschöpfung, die sich in allen Lebensbereichen des Betroffenen auswirkt.

Dies betrifft das Arbeitsumfeld somit ebenso wie die Partnerschaft oder das soziale Leben im Allgemeinen.

Das Verheerende an einem Burn-Out-Syndrom ist, dass sich diese Erkrankung schleichend entwickelt und Betroffene erst nach vielen Monaten oder sogar Jahren an den Punkt gelangen, an dem sie sich Hilfe holen. Bis zu diesem Zeitpunkt versuchen Betroffene vielfach die fehlende Leistungsfähigkeit durch einen vermehrten Einsatz von Energie zu kompensieren. Dieses Vorhaben führt jedoch immer weiter in die Burn-Out-Falle.

Burn-Out Syndrom: Welche Symptome sind typisch?

Grundsätzlich betreffen Burn-Out Symptome nicht nur die Psyche, sondern machen sich auch in körperlichen Beschwerden erkennbar. In diesem Fall spricht man von psychosomatischen Beschwerden, die grundsätzlich jeden Teil des Körpers befallen können.

Zu den häufigsten Burn-Out Symptomen zählen:

  • Niedrige Frustrationstoleranz
  • Angst, den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen sein zu können
  • Dauerhafte Motivationslosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infekte

Wie man anhand dieser ausgewählten Symptome erkennen kann, ähneln sich Burn-Out Symptome und Depression Symptome sehr stark. Entsprechend schwierig fällt auch die Abgrenzung zu ähnlichen Erkrankungen, wie beispielsweise dem Chronischen Erschöpfungssyndrom oder depressiven Verstimmungen.

Diese Beschwerden bewirken letztlich einen Rückzug von Freunden, Bekannten und Kollegen. Betroffene ziehen sich immer mehr aus dem sozialen Leben zurück und isolieren sich, was die eigene Perspektivlosigkeit noch weiter erhöht.

Was man selbst tun kann, wenn man unter einem Burn-Out-Syndrom leidet

Das A und O bei einem Burn-Out-Syndrom ist die Ursachenforschung. Der Betroffene muss erkennen, dass im eigenen Leben etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und wie dies letztlich geschehen konnte. Ob es nun eine belastende Partnerschaft oder ein allzu stressiger Arbeitsalltag ist: Die Gründe für das Auftreten eines Burn-Out-Syndroms können äußerst vielfältig sein. Als hilfreich kann es sich erweisen, sich professionelle Suche bei einem Psychiater oder Psychotherapeuten zu holen. Gemeinsam mit diesem kann man sich dann auf Ursachenforschung begeben und negative Faktoren, die zum Burn-Out geführt haben, erkennen. Folgend kann sich eine Verhaltenstherapie anschließen, mit der die Medizin große Erfolge bei der Heilung eines Burn-Out-Syndroms erzielen konnte.

Ebenso wichtig bei der Behandlung eines Burn-Out-Syndroms ist es, Entspannung neu in den Alltag zu integrieren. Der menschliche Körper und die Psyche können nur funktionieren, wenn das Verhältnis aus Anspannung und Entspannung in einem gesunden Gleichgewicht steht. In diesem Fall können Entspannungsübungen dabei helfen, dem Körper und der Seele etwas Gutes zu tun. Diese Entspannungsübungen müssen jedoch zunächst erlernt werden. Besonders bekannt in diesem Zusammenhang ist die Methode der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen. Entsprechende Kurse werden beispielsweise von den Krankenkassen angeboten.

Grundsätzlich lässt sich ein Burn-Out in aller Regel nicht innerhalb weniger Tage oder Wochen heilen. Je nach Ausprägung bedarf es einiger Monate oder sogar Jahre, ehe das Burn-Out-Syndrom vollständig überwunden ist. Jedoch wird der Betroffene bereits nach kurzer Behandlungszeit neue Kraft und Lebensfreude in sich spüren.

Ein Gedanke zu „Das Burn-Out-Syndrom als moderne Krankheit der heutigen Zeit“

  1. Wie in dem Artikel richtig gesagt wird, sind das eigene Erkennen und die Ursachenforschung zwei ganz wichtige Faktoren.Das eigene Problem erkennen und es dann auch nach außen mitteilen, ist vielleicht immer noch die größte Hürde.Auch wenn sich die Gesellschaft heutzutage mehr gegenüber dem Thema Burnout und Depressionen geöffnet hat,schrecken viele trotz Erkenntnis vielleicht davor zurück diese erste große Hürde zu nehmen.Dabei spielen evtl Existenzängste wie Angst vor Jobverlust eine Rolle.
    Wenn man sich dann in Behandlung begeben hat,sollte man ein gutes Gleichgewicht zwischen psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung finden.Der Gang zum Psychiater ist meist mit Medikamenten wie Antidepressiva verbunden.Diese wirken nicht sofort,können aber nach einiger Zeit das allgemeine Befinden verbessern.Das erforschen und bewältigen der Ursachen ist in meinen Augen der absolut wichtigere Punkt,denn mit Medikamenten kann eine kranke Seele nicht gesunden,sie wird nur betäubt.Soviel Medikamente wie nötig,soviel Therapie wie möglich lautet meine eigene Devise.
    Und alle Betroffenen kann ich aus eigener Erfahrung nur zu dem ersten Schritt ermutigen,da man dadurch die Chance bekommt sein inneres und äußeres Leben nachhaltig und dauerhaft zu verbessern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *