Immer müde – muss das sein?

Eine Frau im weißen Hemd ist am Schreibtisch, vor ihrem Laptop eingeschlafen

Sicher kennen Sie das auch, dass Sie ab und zu mal morgens völlig gerädert aufwachen und sich energielos und müde durch den Tag schleppen? Wenn diese ständige Müdigkeit jedoch zur Gewohnheit wird und Sie ohne ersichtlichen Grund ständig müde und antriebslos sind, dann sollten Sie den Müdigkeit Ursachen auf den Grund gehen.

Diese können sehr vielfältig sein. So einfach es manchmal sein kann, der ständigen Müdigkeit einfach nur durch eine  Änderung der Lebensumstände Herr zu werden, so schwierig kann es auch sein, den wahren Ursachen auf die Spur zu kommen, wenn seelische oder körperliche Erkrankungen dahinterstecken.

Hauptursache für ständige Müdigkeit: Schlafmangel und eine gestörte Nachtruhe

Der Körper jedes Menschen braucht genügend Schlaf, um sich nachts zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. So sollte ein Erwachsener pro Nacht möglichst sieben bis acht Stunden schlafen und dabei seinen ganz individuellen Biorhythmus beachten, um seinem Körper genügend Zeit für Regenerationsarbeit zu geben. Nur nach ausreichend Schlaf kann man ausgeruht und voller Energie in den neuen Tag starten. Doch viele Menschen leiden auch trotz langer Nachtruhe unter Antriebslosigkeit und Erschöpfung, fühlen sich immer müde, schlapp und energielos. Die Gründe dafür liegen in einer gestörten Nachtruhe, die unterschiedliche Ursachen haben kann, wie:

  • Persönliche Probleme
  • Seelische Beschwerden wie Angststörungen, Depressionen oder Burnout
  • Körperliche Beschwerden wie Stoffwechselerkrankungen oder Herzprobleme
  • Schlafapnoe: Atemaussetzer während des Schlafs, von denen vor allem übergewichtige Menschen betroffen sind
  • Zu üppige Mahlzeiten oder Alkoholgenuss vorm Schlafengehen

Wer dann versucht, der ständigen Müdigkeit durch den Genuss von Kaffee, schwarzem Tee oder Aufputschmitteln entgegenzuwirken, befindet sich bald in einem Teufelskreis, denn diese putschen nur kurzfristig auf, gefolgt von einem Leistungstief. Viel besser ist es, den Ursachen des gestörten Schlafes auf den Grund zu gehen und sie zu behandeln, damit die Antriebs- und Energielosigkeit bald der Vergangenheit angehört. Auch das sogenannte Powernapping – der erholsame Büroschlaf nach der Mittagspause -, das, um wirklich effektiv zu sein, nicht mehr als 20 Minuten dauern sollte, sorgt dafür, dass Sie nach der Pause frisch und erholt zurück an die Arbeit gehen.

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Schlafstörung – Klinische Erscheinungen

Leitsymptom der Schlafstörung ist die fehlende Erholsamkeit des Schlafes. Unter diesem Begriff werden verzögertes Einschlafen, gestörtes Durchschlafen und zu frühes Erwachen subsumiert. Bei einem unerquicklichen Schlaf kann auch tagsüber eine mehr oder minder intensive Schläfrigkeit auftreten, in deren Rahmen Wachheit und die Fähigkeit zu ausdauernder Aufmerksamkeit (Vigilanz) herabgesetzt sind.

Quelle: http://de.wikipedia.org

Immer müde? Bewegungsmangel und Ernährungsfehler können die Ursache sein

Nicht nur Schlafmangel und eine gestörte Nachtruhe sind die Auslöser für eine ständige Müdigkeit, auch mangelnde Bewegung und falsche Essgewohnheiten machen immer müde. Zur Anregung des Kreislaufs, der Durchblutung und des Stoffwechsels und damit zur lebensnotwendigen Versorgung aller Organe ist körperliche Aktivität dringend notwendig. Achten Sie darauf, sich möglichst regelmäßig zu bewegen. Sie müssen keine Höchstleistungen erbringen, schon zwei- bis dreimal die Woche eine Stunde sportliche Betätigung trägt viel dazu bei, dass Sie sich schnell wieder fit und voller Energie fühlen. Achten Sie darauf, sich weder zu unter- noch zu überfordern, denn sowohl zu wenig Bewegung als auch Überanstrengung führen dazu, dass man sich immer müde und ausgepowert fühlt. Am besten, Sie integrieren körperliche Aktivitäten in Ihren Alltag. Das ist ganz leicht: Gehen Sie öfter mal zu Fuß, statt das Auto zu nehmen, lassen Sie den Aufzug links liegen und nehmen die Treppe, laufen Sie nach den Mahlzeiten einmal um den Block und holen Sie sich einen wohltuenden Sauerstoffschub.

Immer müde? Überdenken Sie Ihre Essgewohnheiten

Auch eine unausgewogene Ernährung führt dazu, dass man sich immer müde und lustlos fühlt. Eine gesunde Ernährung versorgt den Körper mit den lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralen und Spurenelementen und gibt Energie und Kraft. Wer zu fett und kalorienreich isst, an Über- oder Untergewicht, an Magersucht oder Bulimie leidet oder immer wieder neue Diäten ausprobiert, entzieht seinem Körper wichtige Nährstoffe und wird sich immer müde und antriebslos fühlen. Achten Sie darauf, viel frisches Gemüse und Obst zu essen, vermeiden Sie Fertiggerichte und Süßigkeiten und sagen Sie Ihrem Über- oder Untergewicht den Kampf an.

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Immer müde? Flüssigkeitsmangel führt zu Antriebslosigkeit und ständiger Müdigkeit

Wenn Sie sich immer müde fühlen, an Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit leiden, kann auch Flüssigkeitsmangel die Ursache sein.  Der Körper kann seine lebensnotwendigen Aufgaben nur mit einem ausgeglichenen Wasserhaushalt erfüllen. Zu wenig Flüssigkeit führt zu einem Absinken des Blutdrucks, zu einer schlechteren Durchblutung und zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn und damit zu Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Trinken Sie am besten zwei bis drei Liter täglich, möglichst Mineralwasser, Fruchtschorle oder ungesüßten Tee und Sie tun schon viel gegen ständige Müdigkeit.

Physiologie – trinken

Der durchschnittliche Tagesbedarf an Flüssigkeit bei einem Erwachsenen beträgt zwei Liter. Ein Teil davon wird durch feste Nahrung eingenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, jeden Tag etwa 1,5 Liter Flüssigkeit zu trinken. Der Gesamtbedarf hängt von externen Faktoren ab (Wetter, körperliche Beanspruchung, Ernährungsgewohnheiten u.a.). Insbesondere viele alte Menschen trinken nicht genug.

Quelle: http://de.wikipedia.org

Wann Sie einen Arzt zurate ziehen sollten:

Wenn all diese Umstellung der Lebensgewohnheiten nichts nützt und Sie die ständige Müdigkeit und Erschöpfung so lähmt, dass Sie Ihre alltäglichen Tätigkeiten nicht mehr verrichten können, sollten Sie einen Arzt zurate ziehen. Denn Müdigkeit und Antriebslosigkeit können auch andere Ursachen – sowohl seelische als auch körperliche oder umweltbedingte – haben, die dann in die Hände eines Arztes gehören.

Dazu gehören:

1. Seelische Erkrankungen:

  • Stress und Burnout
  • Depressionen
  • Angstzustände

2. Akute oder chronische Erkrankungen:

  • Erkältung und Grippe
  • Pfeiffer´sches Drüsenfieber
  • Chronische Entzündungen und Infektionen
  • Eisen- und Magnesiummangel
  • Hepatitis
  • Herz- und Lungenerkrankungen
  • Leber- und Nierenerkrankungen
  • Hormonstörungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Bluterkrankungen
  • Zu hoher oder zu niedriger Blutdruck
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom CFS (Chronic Fatigue Syndrom)

3. Sonstige Ursachen:

  • Zu hohe Sonneneinstrahlung oder Unterkühlung
  • Körperliche Entwicklungsphasen wie Pubertät, Wachstumsphase, Prämenstruelles Syndrom (PMS) oder Wechseljahre
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Bestimmte Medikamente oder Medikamentensucht
  • Neurologische Erkrankungen wie Migräne, Multiple Sklerose, Demenz oder Parkinson
  • Umweltbelastungen durch Gift- oder Schadstoffe zu Hause oder am Arbeitsplatz

Vor allem sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychologen in Anspruch nehmen, wenn die Müdigkeit chronisch wird und weder vitaminreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr noch körperliche Bewegung, Vermeidung von Stressfaktoren und eine ruhigere Lebensweise nicht die gewünschte Linderung bringen und Ihre Müdigkeit zu einem ständigen Begleiter geworden ist, der Ihre Lebensqualität sehr einschränkt. Auch wenn zu der Antriebslosigkeit und Müdigkeit andere Beschwerden wie Schmerzen, Fieber, Schwindel, Nachtschweiß, Depressionen oder Atemnot hinzukommen, ist ein Besuch beim Arzt unabdingbar.

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