Wo kommen Schwindelanfälle her?

Wo kommen Schwindelanfälle her?

Schwindel kann sich äußerst vielfältig äußern. Schwindelattacken können ganz plötzlich, ohne weitere Vorzeichen in Form eines Schwindelanfalls, häufig in Kombination mit Drehschwindel, auftreten.

Diese Schwindelattacken sind für den Betroffenen natürlich sehr unangenehm und können unterschiedlich lang andauern. Ein Schwindelanfall kann somit von wenigen Sekunden bis zu einigen Stunden andauern, ehe das „Karussell im Kopf“ wieder zum Stillstand gerät. Häufig setzen die Attacken bei bestimmten Bewegungen, in bestimmten Situationen oder bei körperlichen Belastungen ein – je nach Ursache des Schwindels. Von einem Dauerschwindel spricht man, wenn die Schwindelzustände über mehrere Tage oder sogar Monate durchgehend anhalten. Unter einem chronischen Schwindel ist hingegen zu verstehen, wenn sich Schwindelgefühle zu einem permanenten Begleiter entwickeln.

Die jeweiligen Schwindelmuster können bereits in einigen Fällen Hinweise auf die mögliche Ursache geben. Jedoch sei an dieser Stelle gesagt, dass nicht jedes Krankheitsbild mit nur einer typischen Schwindelform verbunden ist. So können sich die Symptome überschneiden und individuell ganz unterschiedlich ausfallen.

Verschiedene Formen von Schwindel

Je nach Form der Beschwerden lassen sich Schwindelgefühle in verschiedene Arten unterscheiden:

  • Beim Attacken-Drehschwindel handelt es sich um plötzlich einsetzende und heftige Schwindelattacken, die wenige Sekunden oder einige Minuten andauern können. Ein starkes Drehgefühl, bei dem man das Gefühl hat, sprichwörtlich den Boden unter den Füßen zu verlieren, sowie in manchen Fällen Übelkeit sind typische Begleiterscheinungen bei dieser Form des Schwindels.
  • Ähnliche Symptome wie der Attacken-Drehschwindel bringt auch ein anhaltender Drehschwindel mit sich. Wie es der Name vermuten lässt, können die Schwindelattacken in diesem Fall einige Stunden oder auch mehrere Tage lang anhalten. Zu den Begleiterscheinungen dieser Form des Schwindels gehören Übelkeit, Erbrechen und Augenzittern.
  • Der Lagerungsschwindel lässt sich in der Regel durch das seitliche Neigen des Kopfes hervorrufen. Übrigens handelt es sich bei dieser Form des Schwindels bei Erwachsenen um die häufigste Schwindelart.
  • Der Schwankschwindel letztlich ist verbunden mit Unsicherheiten beim Gehen und Stehen. Eher selten sind bei dieser Form des Schwindels hingegen Übelkeit und Erbrechen.

Dem Grund für den Schwindel auf die Spur kommen

Nicht immer ist es leider möglich, die Ursache für die auftretenden Schwindelattacken auszumachen und sie einer bestimmten Krankheit zuzuordnen. So existieren durchaus Patienten, bei denen keine physiologischen Gründe für das Auftreten der unangenehmen Schwindelattacken gefunden werden können. In diesen Fällen bleibt den Betroffenen nichts anderes übrig, als zu lernen, mit auftretenden Schwindelattacken bestmöglich umzugehen und verschiedene Tipps und Tricks bei Schwindelgefühlen zu beherzigen und auszuprobieren.

In anderen Fällen können ernsthafte Erkrankungen hinter regelmäßig auftretenden Schwindelattacken stehen. Um die Ursachen im Einzelnen herauszufinden, ist der Weg zum Arzt somit unumgänglich. Zuallererst sollte man den Hausarzt aufsuchen, der eine erste Diagnose stellen und den Betroffenen gegebenenfalls an verschiedene Fachärzte überweisen kann. Erst wenn keine körperlichen Ursachen für das Auftreten der Schwindelattacken gefunden werden können, ist von einem idiopathischen Schwindel zu sprechen, Schwindelgefühlen also, für die keine biologische Erklärung gefunden werden kann.

Wo kommen Schwindelanfälle her und welche Gründe können Schwindelattacken haben?

Auf die Frage „Wo kommen Schwindelanfälle her“, kann es also verschiedene Antworten geben. Schwindel kann unter Umständen ein Vorzeichen einer ernsthaften Erkrankung, wie beispielsweise einem Schlaganfall, sein. Für regelmäßige Schwindelattacken können aber auch banale Gründe verantwortlich sein, wie beispielsweise eine leichte Dehydration (d.h. man hat zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen) des Körpers. Auch stärkere Erkältungen können mit Schwindelgefühlen einhergehen. Die Medizin weiß heute, dass sich 90 Prozent aller Schwindelprobleme allein durch eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt klären lassen.

Wetterfühligkeit als mögliche Ursache für Schwindel

Manche Menschen verkraften einen schnellen Temperaturwechsel nicht. Schlägt das Wetter von einem auf den nächsten Tag von heiß auf kalt oder von trocken auf feucht um, quittieren das empfindlichste Rezeptoren im Körper eines wetterfühligen Menschen mit unangenehmen Symptomen, wie beispielsweise Schwindelgefühlen. Warum dem einen Menschen ein Temperaturwechsel nichts ausmacht und der andere in diesen Fällen unter starken Schwindelattacken zu leiden hat, konnten Ärzte und Wissenschaftler bisher nicht herausfinden.

Abhilfe gegen Wetterfühligkeit in Verbindung mit Schwindelattacken können beispielsweise Wechselduschen und regelmäßige Spaziergänge und Bewegung an der frischen Luft – bei Wind und Wetter zur Abhärtung des Kreislaufsystems – verschaffen.

Unterzucker als möglicher Grund für Schwindelattacken

Leidet man unter Unterzucker, kann dies der Körper mit Kopfschmerzen, innerer Unruhe und Schwindelgefühlen quittieren. In diesen Fällen ist es ratsam, möglichst schnell ein süßes Getränk oder eine Süßspeise zu sich zu nehmen. Unterzucker ist übrigens kein Phänomen, unter dem nur Diabetiker zu leiden haben. Unterzucker kann bereits auftreten, wenn man wenig geschlafen und morgens auf sein gewohntes Frühstück verzichtet hat. Insbesondere wenn die Neigung zu Unterzucker besteht, sollte man den Tag stets mit einem reichhaltigen Frühstück beginnen, um den Blutzucker gleich am Morgen in Schwung zu bringen.

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