Morbus Menière – Besonders schwere Formen von Attackenschwindel

Morbus-Menière kann Grund für Schwindel sein.

Bei Morbus Menière handelt es sich um eine Erkrankung, die mit einem besonders schweren Attackenschwindel einhergeht.

Männer sind von dieser Krankheit häufiger betroffen als Frauen; besonders oft tritt diese Erkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Grund für die Schwindelattacken bei dieser Erkrankung ist eine Störung der Produktion der Innenohrflüssigkeit (Endolymphe). Hierdurch kommt es zu einem Überdruck im Innenohr, der mit einem Einreißen feiner Membranen einhergeht, die diese Endolymphe umgeben und sie von anderen Flüssigkeiten im Ohr trennen. Hierdurch wiederum kann es zu plötzlichen Flüssigkeits-Verschiebungen kommen. Die Folge sind gewissermaßen Messfehler, die dann als vermeintlich echte Informationen an das Gehirn weitergeleitet werden. Dies erklärt, warum es bei Morbus Menière neben Schwindelattacken häufig zu einer Schwerhörigkeit kommt, die mehrere Minuten oder sogar stundenlang andauern und bei manchen Patienten täglich, bei anderen wiederum nur einige Male im Jahr auftreten kann.

Weitere Symptome bei Morbus Menière

Weitere mögliche Symptome bei Morbus Menière sind ein deutlich spürbares Druckgefühl auf dem betroffenen Ohr, unangenehme Ohrgeräusche (Tinnitus) sowie heftige Drehschwindel-Attacken, die mit Übelkeit, Erbrechen und Schweißausbrüchen einhergehen können. Sollte die Krankheit länger bestehen und nicht behandelt werden, können sich nach und nach Innenohrschwerhörigkeit sowie in besonders schweren Fällen auch eine Schädigung des Gleichgewichtsorgans einstellen. Auch wenn die genaue Ursache der Erkrankung bisher unbekannt ist, nehmen Mediziner an, dass an der Entstehung der Krankheit entzündliche Prozesse beteiligt sind.

Therapiemöglichkeiten bei Morbus Menière

In der Akutphase der Krankheit ist vor allem die Gabe von Antivertiginosa sinnvoll, also von Präparaten, die den Schwindel dämpfen sowie mögliche vegetative Begleiterscheinungen wie beispielsweise Erbrechen oder Übelkeit mindern. Ratsam ist zudem eine psychische Betreuung der Betroffenen, die verständlicherweise unter den permanenten Ohrgeräuschen sowie der stetigen Angst vor erneuten Schwindelattacken zu leiden haben.

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