Woran lässt sich eine depressive Verstimmung erkennen?

Vor allen in den kalten Wintermonaten, wenn Sonnenlicht Mangelware ist, neigen viele Menschen dazu, müde und traurig zu sein. Auch Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit sind typische Empfindungen für ein solches seelisches Tief.

Hinter diesen Depression Symptomen kann jedoch auch eine depressive Verstimmung stecken. Das wichtigste Symptom einer depressiven Verstimmung ist eine traurige Grundstimmung, die mit einem mehr oder weniger vollständigen Verlust von Freude und Interesse einhergeht.

Betroffene Personen berichten zudem oftmals über eine erhöhte Müdigkeit, wie dies auch beim Chronischen Erschöpfungssyndrom zu beobachten ist. Grundsätzlich sind die Symptome einer depressiven Verstimmung ähnlich Burn-Out-Symptomen. In manchen Fällen kann auch eine generelle Gefühllosigkeit auftreten. Personen, die unter einer depressiven Verstimmung leiden, fühlen sich dann innerlich wie tot. Hierdurch verändert sich das gesamte Verhalten des Betroffenen, der sich in der Folge immer mehr von seinem sozialen Umfeld zurückzieht. Man könnte an diesem Punkt bereits von einem Burn-Out-Syndrom sprechen.

Hinzu gesellen sich weitere Symptome, die von Mensch zu Mensch mehr oder weniger ausgeprägt vorkommen können.

Psychische Symptome bei einer depressiven Verstimmung

  • Hang zum Grübeln
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • geringes Selbstvertrauen und reduziertes Selbstwertgefühl
  • Hypochondrie
  • pessimistische Zukunftsperspektiven
  • massive Schuldgefühle
  • Panikattacken
  • selbstzerstörerisches Verhalten
  • sexuelle Unlust

Körperliche Symptome bei einer depressiven Verstimmung

Eine depressive Verstimmung kann sich jedoch auch in körperlichen Symptomen äußern. In diesem Fall spricht die Medizin von psychosomatischen Symptomen:

  • Appetitverlust und ungewollte Gewichtsabnahme
  • Impotenz
  • allgemeine Kraftlosigkeit
  • Herzjagen und Schwindel
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Schlafstörungen
  • körperliche Inaktivität

Wie kann der Arzt eine depressive Verstimmung behandeln?

Sollte die seelische Verstimmtheit länger als zwei Wochen andauern oder sich über viele Monate immer wieder einstellen, sollte der Betroffene in jedem Fall den Gang zum Arzt wagen. Der richtige Ansprechpartner in diesem Fall ist ein Psychotherapeut. In einer intensiven Gesprächs- oder Verhaltenstherapie gilt es, den Ursachen für die depressive Verstimmung auf die Schliche zu kommen. Begleitend hierzu kann der Arzt bestimmte Psychopharmaka verschreiben, die dem Betroffenen erste Linderung der Symptome bei einer depressiven Verstimmung verschaffen können.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bei einer depressiven Verstimmung kennt die Naturheilkunde?

Die Vielzahl an Patienten, die über eine depressive Verstimmung klagen, zeigt nur leichte oder mittelschwere Beschwerden. In diesem Fall müssen nicht zwingend stark wirksame Psychopharmaka zum Einsatz kommen. Mithilfe verschiedener Naturheilverfahren können die Symptome bei einer depressiven Verstimmung sanft und schonend gelindert werden.

Das A und O bei einer depressiven Verstimmung ist ausreichend Entspannung. Stress gilt als einer der Hauptfaktoren, der für Verstimmungen der Seele verantwortlich ist. Ein konstruktiver Umgang mit Stress oder noch besser der Abbau von Stress hat bei der Behandlung einer depressiven Verstimmung daher eine große Bedeutung. Muskelentspannung nach Jacobsen oder Meditation sowie viele andere Entspannungsübungen können dabei helfen, dass der Betroffene (aufs Neue) lernt, sich zu entspannen.

Interessante Erkenntnisse konnte man bei Patienten gewinnen, denen Schlafentzug verordnet wurde. Stimmungshebende Effekte können die Folge eines solchen Schlafentzugs sein. Hierbei muss der Patient die gesamte Nacht aufbleiben und dann nach und nach zu seinem normalen Schlafmaß zurückkehren. Hiervon können vor allem Patienten profitieren, die häufig unter einem ausgeprägten Morgentief zu leiden haben.

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