Was hilft bei HWS-Schwindel?

HWS-Schwindel und was man dagegen tun kann

Vom sogenannten HWS-Syndrom ist die Halswirbelsäule getroffen, die Beschwerden im Nacken- und Halsbereich hervorruft. Zu diesen Beschwerden zählen neben Kopfschmerzen auch Schwindelattacken.

Bei der Halswirbelsäule handelt es sich um ein sehr bewegliches Knochenkonstrukt, das aus den sieben obersten Wirbeln der Wirbelsäule sowie ihren Bandscheiben besteht. Aufgrund von Verletzungen oder Verschleiß kann sich im Laufe der Zeit ein HWS-Syndrom entwickeln. Hierbei können Nervenwurzeln im Bereich der Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen sein. Charakteristisch für diese Krankheit ist eine ganze Reihe an Beschwerden im Nacken- und Halsbereich, die sich jedoch auch auf andere Körperpartien auswirken können.

Ursachen für ein HWS-Syndrom

Das Auftreten eines HWS-Syndroms mit all seinen unangenehmen Auswirkungen auf den Betroffenen kann verschiedene Gründe haben:

  • Degenerative Veränderungen: Vereinfacht gesagt sind hierunter Verschleißerscheinungen, die meist altersbedingt auftreten, zu verstehen. Auch durch rheumatische Erkrankungen können solche Verschleißerscheinungen ausgelöst werden.
  • Muskelverspannungen: Verspannungen im Bereich der Nackenmuskulatur können zu Nackenschmerzen und Schwindelanfällen führen. Diese Verspannungen wiederum lassen sich häufig auf Fehlhaltungen, in manchen Fällen aber auch auf einen zu hohen Stresspegel zurückführen.
  • Entzündliche Prozesse: Die unangenehmen Symptome eines HWS-Syndroms können auch durch entzündliche Prozesse, beispielsweise aufgrund einer rheumatischen Erkrankung oder einer akuten Infektion, ausgelöst werden.
  • Tumore oder Operationen: In seltenen Fällen kann ein HWS-Syndrom die Folge einer Operation an der Wirbelsäule sein. Ähnliches gilt auch für Tumore an der Wirbelsäule.

Welche Symptome sind bei einem HWS-Syndrom typisch?

Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich oberhalb der Wirbelsäule sind ein charakteristisches Merkmal für ein HWS-Syndrom. Die betroffenen Stellen reagieren besonders empfindlich auf Druck oder Klopfen. Verstärkt werden die Schmerzen zusätzlich, wenn der Kopf bewegt wird. Dieser Schmerz kann unter Umständen bis in die Arme hinein ausstrahlen. Die Muskulatur von Schulter und Nacken sind bei einem HWS-Syndrom in der Regel verhärtet bzw. verspannt.
Durch die permanenten Verspannungen werden die Nerven gereizt und reagieren ihrerseits mit Empfindungsstörungen, beispielsweise in Form von Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in Armen, Nacken oder Schulter. In besonders schweren Fällen lassen sich auch Lähmungserscheinungen beobachten. Ebenso können leichte oder starke Kopfschmerzen, Hörstörungen (Tinnitus), Störungen des Sehvermögens und mäßige bis starke Schwindelattacken auftreten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem HWS-Syndrom?

Die Therapiemöglichkeiten bei einem HWS-Syndrom hängen stets von der jeweiligen Ursache ab. Bei der chronischen Form eines HWS-Syndroms beispielsweise lässt sich durch physikalische Therapie und die Gabe von Medikamenten häufig nur eine Schmerzlinderung, jedoch keine Heilung erreichen.

Medikamente: Sollte das HWS-Syndrom mit Schmerzen verbunden sein, kann der Arzt schmerzlindernde Arzneimittel, sogenannte Analgetika, verschreiben. Abhängig von der Ursache des HWS-Syndroms lassen sich auch muskelentspannende Mittel, sogenannte Relaxantien, und Antirheumatika einsetzen. Diese können entweder in Tablettenform oder als Spritzen verabreicht werden.

Wärmetherapie: Muskelentspannung und Schmerzlinderung lässt sich eventuell durch Wärme, in Form von Wärmekompressen, einem Wärmekissen oder Rotlicht erreichen.

Physiotherapie: Damit die Beweglichkeit der Halswirbelsäule wiederhergestellt und die verspannte Muskulatur gelockert werden kann, können krankengymnastische Übungen Abhilfe schaffen und zugleich die Ursache für das Auftreten des HWS-Syndroms beheben.

Ruhigstellung: Durch eine Halskrawatte kann die Halswirbelsäule entlastet und ruhig gestellt werden. Diese Maßnahme kommt heute jedoch fast ausschließlich bei einem akut auftretenden HWS-Syndrom zum Einsatz. Eine solche Halskrawatte darf nur über einen kurzen Zeitraum getragen werden, da ansonsten die Muskulatur im Nacken- und Halsbereich zusätzlich geschwächt wird.

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