Ständige Müdigkeit: Was können die Ursachen sein?

Ein Arzt im weißen Kittel und weißen Gummi Handschuhen hält ein Schild auf dem steht - Schlaflabor

Eine Forsa-Umfrage ergab, dass in Deutschland etwa jeder sechste Berufstätige über fehlenden Elan und ständige Müdigkeit nach einem Wochenende klagt. Unter den 18- bis 29-jährigen Personen soll diese Zahl sogar doppelt so hoch sein. Jeder dritte junge Erwachsene leidet somit zu Wochenbeginn unter Antriebslosigkeit und ständiger Müdigkeit. Man fühlt sich immer müde und fragt sich, was sind eigentlich die Müdigkeit Ursachen?

Schlafenszeit ist Qualitätszeit für den Körper – Gesunder Tiefschlaf ist das A und O

Vielfach wird behauptet, dass der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste sei. Jedoch stimmt dies nicht ganz, denn korrekt ist es, dass die ersten zwei bis drei Stunden Schlaf des Nachts die gesündesten für einen Menschen sind.

Jeder Körper ist auf tiefen Schlaf programmiert und kann sich während der Tiefschlafphase am besten regenerieren. Es ist jedoch prinzipiell egal, ob man beispielsweise bereits um 22 Uhr oder erst weit nach Mitternacht ins Land der Träume wandert. Wichtig ist die Qualität der Tiefschlafphase. Ab etwa 3 Uhr morgens jedoch wird es für den menschlichen Körper sehr viel schwieriger, ausreichend Qualitätsschlaf zu bekommen, da sich während dieser Zeit der Stoffwechsel umstellt. Somit ist es empfehlenswert, auch am Wochenende zu einer vernünftigen Zeit ins Bett zu gehen. Andernfalls quittiert der Körper den aus den Fugen geratenen Schlafrhythmus mit Symptomen, die von einem Jet Lag bekannt sind. Man fühlt sich ständig müde, antriebslos und hat Konzentrationsprobleme zu Beginn der neuen Woche, wenn sich der Körper erneut an einen anderen Schlafrhythmus gewöhnen muss.

Ständige Müdigkeit – Ein Besuch im Schlaflabor kann Klarheit bringen

Sicherlich können auch andere Ursachen für ständige Müdigkeit und mangelnden Antrieb verantwortlich sein. Durch eine Schlafapnoe, also eine bestimmte Art von Schlafstörung, kann die Qualität des Schlafes deutlich leiden. Eine solche Schlafapnoe kann in der Regel nur in einem Schlaflabor festgestellt werden. Hierbei handelt es sich um minimale Atemaussetzer, die sich vor allem beim Schlafen in Rückenlage bemerkbar machen. Als Ursache konnten Mediziner die Erschaffung der Muskulatur im Rachenraum feststellen. Hierbei wird der Schlund durch die nach hinten fallende Zunge verschlossen. Dies zwingt den Betroffenen dazu, für einige Sekunden die Luft anzuhalten, bis der Körper reagiert und der Betroffene kurz aus dem Schlaf aufschreckt. Einher geht eine Schlafapnoe mit einem vernehmbaren Schnappen nach Luft. Auch wenn man sieben oder acht Stunden im Bett gelegen haben sollte, kann sich durch eine Schlafapnoe kein erholsamer Schlaf mehr einstellen.

Fühlen Sie sich immer müde? Alkohol oder mangelnde Bewegung können die Ursache sein

Schlafstörungen können sich jedoch auch mit dem individuellen Lebensstil erklären lassen. Übergewicht, eine Unterentwicklung der Halsmuskulatur oder abendlicher Alkoholgenuss können Gründe für ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit sein.

Personen, die regelmäßig Sport treiben, sind für Schlafstörungen weniger anfällig, da sie ihren Körper regelmäßig „auspowern“ und der Körper nach der Bewegung nach Schlaf verlangt, um sich zu regenerieren. Auch ist bei eher sportlichen Personen die Halsmuskulatur straffer und fester.

Fühlt man sich tagsüber ständig müde, sollte man sich zunächst über seine Lebensgewohnheiten klar werden. Vielleicht lässt die ständige Müdigkeit bereits nach ein paar Umstellungen im Alltag spürbar nach. Andernfalls kann der Gang zum Hausarzt Klarheit bringen, was die Gründe für ständige Müdigkeit sein können.

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