Ständige Müdigkeit durch CFS

Ständig müde, ausgelaugt und ohne Antrieb: Immer mehr Personen hierzulande kennen diese Symptome. In besonders schweren Fällen wird vom Arzt ein chronisches Müdigkeitssyndrom diagnostiziert.

Unter dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) ist eine Erkrankung zu verstehen, für die sowohl körperliche als auch psychische Symptome charakteristisch sind. Neben Konzentrationsproblemen und Probleme mit der Verdauung klagen Betroffene häufig über ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Die Müdigkeit Ursachen konnten bisher nicht ausreichend untersucht werden, sodass Mediziner im Dunkeln tappen, wenn es um die Ursachenforschung bei der Krankheit CFS geht. Man weiß lediglich, dass Frauen häufiger unter dem chronischen Müdigkeitssyndrom leiden als Männer. Besonders oft betroffen sind Personen zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Ständige Müdigkeit, wie sie für das CFS charakteristisch ist, bedeutet natürlich Einschränkungen für die Betroffenen im beruflichen und privaten Alltag. Aufgrund der ständigen Müdigkeit und Erschöpfung können CFS-Patienten keinem geregelten Tagesablauf mehr nachgehen und ziehen sich auch gesellschaftlich immer mehr zurück. Am liebsten möchten sich Betroffene rund um die Uhr die Decke über den Kopf ziehen.

Therapiemöglichkeiten bei CFS

Neben medikamentösen Ansätzen verspricht vor allem die kognitive Verhaltenstherapie große Erfolge im Kampf gegen CFS und ständige Müdigkeit.

Kognitive Verhaltenstherapien im Allgemeinen kommen bei zahlreichen chronischen Krankheiten zum Einsatz. Ziel solcher Therapien ist es stets, dem Betroffenen zu vermitteln, wie er konstruktiv mit seinen Beschwerden, wie beispielsweise ständiger Müdigkeit, umgehen kann. Im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie können Betroffene lernen, ihr Verhalten und ihre gedanklichen Muster zu ändern. Beispielsweise können Vorstellungen wie „ich bin ständig müde und erschöpft, sodass ich sicherlich nie wieder arbeiten gehen kann“ die Situation für den Betroffenen noch schlimmer machen und den Versuch, die ständige Müdigkeit zu besiegen und wieder aktiver zu werden, scheitern lassen. Durch eine kognitive Verhaltenstherapie können solche Gedanken abgeschwächt oder komplett aufgegeben werden.

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie handelt es sich um ein Behandlungsverfahren, dessen Wirkung durch Forschungsergebnisse sehr gut gestützt wird. Zur Behandlung eines chronischen Müdigkeitssyndroms finden im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie mehrmals in der Woche Sitzungen mit einem ausgebildeten Therapeuten statt. Ziel der Behandlung ist es, den Patienten dabei zu helfen, mit den eigenen Beschwerden besser zurechtzukommen. Ständige Müdigkeit soll somit nicht weiter den höchsten Stellenwert im Gedankenkarussell des Patienten einnehmen können.

Verschiedene Studien konnten belegen, dass CFS-Patienten durch kognitive Verhaltenstherapie geholfen werden kann und Bemühungen hierdurch konstruktiv unterstützt werden, wieder aktiver zu werden. Hierdurch können langfristig ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit besiegt werden. In manchen Fällen kann auch eine Entspannungstherapie oder eine Ergotherapie ratsam sein. Hierbei werden die Teilnehmer dazu angeleitet, ihre täglichen Aktivitäten (neu) zu planen, ihren Alltag zu strukturieren und optimal zu bewältigen.

In der Praxis kommen häufig verschiedene Therapieansätze bei der Behandlung von CFS zum Einsatz. Betroffene beschreiben es vielfach als Erleichterung, wenn sich das Gefühl, immer müde zu sein nach und nach legt und der Alltag wieder mit neuen Kräften in Angriff genommen werden kann. Allerdings erfordert es vom Patienten viel Disziplin, Geduld und eine aktive Mitarbeit bei der Therapie, um die ständige Müdigkeit durch das CFS nach und nach besiegen zu können.

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