Ständig müde? Schuld kann eine Winterdepression sein

Sicherlich werden auch Sie das Phänomen kennen: In den tristen Wintermonaten, in denen es gar nicht richtig hell werden will, leiden Sie unter ständiger Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Es fällt Ihnen schwer, sich auf Ihren beruflichen oder privaten Alltag zu konzentrieren und Ihre Kräfte scheinen bereits gegen Mittag vollkommen aufgebraucht zu sein. Mit diesem Schicksal stehen Sie nicht alleine da, denn der sogenannte „Winterblues“ zählt zu den heutigen Volksleiden vieler Personen.

Ein Stimmungsumschwung sowie Energieverlust in den Herbstmonaten sind zunächst einmal kein Grund zur Besorgnis. Nur in seltenen Fällen entwickelt sich der „Winterblues“ zu einer echten Depression.

Schritt 1: Die Müdigkeit Ursache finden

Bei der Herbstdepression handelt es sich um eine Ausschlussdiagnose. Dies bedeutet, dass Ihr Arzt Sie zunächst gründlich nach Ihren Symptomen befragen und anschließend verschiedene Tests und Blutuntersuchungen durchführen wird. Dies geschieht aus dem Grund, um auszuschließen, dass ernsthafte Erkrankungen hinter Ihrer ständigen Müdigkeit stecken. Ein Eisenmangel kann beispielsweise ebenso verantwortlich dafür sein, dass Sie sich ständig müde fühlen wie unregelmäßiger oder unzureichender Schlaf.

Schritt 2: Aktiv etwas gegen ständige Müdigkeit unternehmen

Sie selbst können eine Menge dazu beitragen, dass sich das Gefühl, sich ständig müde und antriebslos zu fühlen, schnell wieder in Luft auflösen kann. Selbstverständlich ist dies bei schwereren Erkrankungen nicht möglich, doch insbesondere bei leichten depressiven Verstimmungen genügt es oftmals, einige Tipps und Ratschläge zu beachten, mit deren Hilfe Sie sich aus dem Winterloch befreien und dem Gefühl, sich ständig müde zu fühlen, den Kampf ansagen können:

  • Werden Sie aktiv und planen Sie regelmäßige Bewegung in Ihren Tagesablauf ein
  • Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung
  • Trinken Sie ausreichend Wasser und Fruchtschorlen
  • Beherzigen Sie die Ratschläge Ihres Hausarztes

Das Gute an einer Winterdepression: Bereits mit den ersten Frühlingsstrahlen wird sich Ihr Gemüt spürbar wieder aufhellen. Wenn Sie sich an die oben genannten Ratschläge halten, werden Sie jedoch auch ohne miesepetrige Stimmung sowie ständige Müdigkeit durch die harten Wintermonate kommen.

Schritt 3 (bei schweren Fällen): Eine Lichttherapie

Ärzte vermuten, dass die saisonal abhängige Depression entsteht, da die Tage in den winterlichen Monaten kürzer sind. Durch diesen Lichtmangel werden im Gehirn verschiedene biochemische Veränderungen ausgelöst, die als Müdigkeit Ursache in Frage kommen. In der Folge bildet der Körper mehr Melatonin, das für den Schlafrhythmus des Körpers verantwortlich ist. Die Konsequenz: Sie fühlen sich ständig müde und geschwächt.

Damit Sie dem Gefühl, sich ständig müde zu fühlen, entgegenwirken können, ist eine Lichttherapie empfehlenswert. Hierbei setzen Sie sich am besten morgens einige Zeit vor eine Lichtdusche. Diese gibt intensives Licht ab, wodurch die Produktion von Melatonin gestoppt wird und Ihnen zu besserer Stimmung und mehr Vitalität verhelfen wird.

Auch ein Lichtwecker kann das morgendliche Aufstehen erleichtern, insbesondere dann, wenn man sehr zeitig aus den Federn muss und es draußen noch dunkel ist.

Weitere Ratschläge gegen die Symptome einer Winterdepression

Regelmäßige Bewegung ist das A und O, um einem Winterblues vorzubeugen. Bei sportlichen Aktivitäten kommt es zu einer Ausschüttung von Serotonin, das als Glückshormon bekannt ist. Sonnenlicht und Sauerstoff lassen sich jedoch auch bei einem einfachen Spaziergang durch den Park tanken. Auch wenn der Himmel bewölkt ist und trist wirkt, ist es im Freien heller als in der Wohnung, was sofort Ihre Stimmung anheben und das Gefühl, sich immer müde zu fühlen, vertreiben wird.

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