Ständig müde? Lichtmangel kann die Ursache sein

Die Sonnenstrahlen scheinen durch die Äste eines Baumes. Man sieht das pure Leben.

Sie gehören zu den Personen, die sich ständig müde und abgeschlafft fühlen? Dieses Schicksal teilen Sie mit Millionen anderen Deutschen, die ebenso über ständige Müdigkeit und permanente Antriebslosigkeit klagen. Ob nun Lichtmangel, eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder gelegentliche Atemaussetzer während des Schlafens – ständig müde zu sein kann verschiedene Gründe haben.

Ständig müde und antriebslos durch Lichtmangel in den Wintermonaten

Auch wenn Sie der Meinung sind, dass Sie des Nachts ausreichend Schlaf bekommen, fühlen Sie sich am nächsten Morgen trotzdem wie gerädert und ständig müde. Bei einer starken Schläfrigkeit am Tag und damit verbundene Antriebslosigkeit handelt es sich um ein nicht zu unterschätzendes Phänomen, das viele Gründe haben kann. Im Winter beispielsweise trägt die sogenannte Herbstdepression zu einer erhöhten Müdigkeit und einem ausgeprägten Schlafbedürfnis bei. Der Körper wird in den kalten Wintermonaten mit zu wenig Licht konfrontiert. Vielfach fährt man bereits am Morgen in der Dämmerung zur Arbeit und kehrt erst im Dunkeln wieder zurück. Den Tag verbringt man dann in einem Großraumbüro unter Neonlicht und muss auf wärmendes Sonnenlicht verzichten. Die körpereigenen Botenstoffe geraten somit aus dem Gleichgewicht: Serotonin, das für den Antrieb am Tag sorgt und nur durch Einfluss von Licht produziert werden kann sowie das Melatonin, das für eine angenehme Nachtruhe verantwortlich ist. Auf diese Weise wird der natürliche Wach- und Schlafrhythmus eines Menschen aus dem Gleichgewicht gebracht. Ein Mangel an Serotonin führt zu einer verringerten Wirksamkeit von Melatonin, dem hormonellen Gegenstück. Sich ständig müde zu fühlen kann die Konsequenz sein.

Müdigkeit Ursachen: Der Winterblues

Die gute Nachricht vorweg: Auch an tristen und trüben Wintertagen genügt das Tageslicht, um wachmachendes Serotonin auszuschütten, das verhindert, dass Sie sich immer müde fühlen. Wichtig hierbei: außer im Fall spezieller Lichtduschen kann Kunstlicht nicht beim Auffüllen der leeren Serotoninspeicher helfen. Entsprechende Lichtduschen können auch therapeutisch, beispielsweise für Depressionspatienten, eingesetzt werden.

An einem kalten Wintertag sollten Sie Ihre Mittagspause nutzen, um vor die Tür zu gehen und auch am Wochenende viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Bewegung ist zudem empfehlenswert, denn diese führt auf natürliche Art und Weise zu Müdigkeit und einem effizienten und tiefen Schlaf, sodass Sie wirklich erst abends müde werden und sich über eine erholsame Nachtruhe freuen können.

Ständig müde an Sonntagen?

Sicherlich werden Sie auch das Phänomen kennen, dass Sie sich sonntags ständig müde fühlen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass viele Menschen erst an einem „faulen“ Sonntag zur Ruhe kommen.

In diesen Stunden ist es dem Körper möglich, Stress und Erschöpfung abzubauen, die sich während der Woche angeschaut haben. Ein solcher Erholungstag, an dem man sich permanent schläfrig und müde fühlt, ist prinzipiell nichts Schlechtes. Sie sollten Ihrem Körper an solchen Tagen viel Schlaf und Erholung gönnen. Spezielle Sonntagsmüdigkeit kann jedoch auch eine Art Jetlag sein, da der Körper durch das ungewohnte lange Schlafen aus dem Rhythmus gekommen ist. Müssen Sie am Montag dann wieder früh aus den Federn, wehrt sich Ihr Körper erneut gegen das Durchbrechen des Schlafrhythmus vom Wochenende.

Tipp: Wenn es sich einrichten lässt, achten Sie darauf, auch an den Wochenenden nicht übermäßig lange zu schlafen. Hierdurch können Sie das berühmte Montagstief zu Beginn einer neuen Arbeitswoche verhindern.

2 Gedanken zu „Ständig müde? Lichtmangel kann die Ursache sein“

  1. Umso schöner, wenn draußen die Sonne scheint – besonders im Winter. Denn Lichtmangel wirkt sich ja nicht nur auf die Müdigkeit aus, sondern der gesamte Organismus wird in Mitleidenschaft gezogen. Besonders das Thema Vitamin D. Denn nur Mithilfe von Sonne kann der Organismus dieses Vitamin bilden.

  2. So sieht es aus, und es wird von vielen unterschätzt: Lichtmangel gerade in den Wintermonaten führt zu Depressionen. Und da Deutschland nicht gerade gesegnet ist von der Anzahl der Sonnenstunden pro Jahr, sollte man entweder öfter in die Sonne fahren und Urlaub machen, oder aber über Lichttherapiegeräte für zu Hause nachdenken. Aber oft sind es schon kleine Faktoren, die helfen können: Einfach seinen Arbeitsplatz ans Fenster verlegen, oder mal die Hecke vor dem Fenster schneiden.

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