Panikattacken: Wenn das Gehirn dem Körper einen Streich spielt

Bei Panikattacken handelt es sich grundsätzlich um Alarmreaktionen des menschlichen Körpers. Gerät man in eine bedrohliche Situation, wird dies der Körper mit Herzrasen, Atemnot und Schweißausbrüchen quittieren. Im Falle von Panikattacken jedoch sendet das Gehirn des Betroffenen Signale einer bedrohlichen Situation ohne ersichtlichen Grund über einige Minuten lang; dies kann bei der Arbeit ebenso geschehen wie nachts im Bett. In diesem Fall wird der Betroffene dann ein plötzlich auftretendes Engegefühl empfinden, eine beschleunigte Atmung sowie ein verstärktes Herzrasen. Tritt eine Panikattacke das erste Mal auf, denken viele Betroffene zunächst, sie würden gerade an einem Herzinfarkt erleiden.

Welche Ursachen kommen zu Panikattacken in Frage?

Die subjektive Einschätzung einer Situation ist es, die eine Panikattacke auslösen kann. In der jeweiligen Situation werden die Umstände als besonders bedrohlich angesehen, ohne dass dem Betroffenen der Grund hierfür bekannt sein muss. Vielfach berichten Betroffene darüber, dass sie keine bewussten oder drängenden Probleme haben, die zu dieser übermäßigen Reaktion führen könnten. Spezifisch für diese Form der Angst ist es, dass nicht zwingend ein Ereignis vorhanden sein muss, das eine Panikattacke auslöst. Jedoch können Panikattacken durchaus im Zusammenhang mit bestimmten anderen psychischen Störungen auftreten, wie beispielsweise eine soziale Phobie, eine Neurose oder eine Störung, die manisch depressiv ist. Vielfach bleibt eine Panikattacke kein Einzelfall, sondern sucht Betroffene immer wieder heim. Somit entsteht ein verhängnisvoller Kreislauf, der sich am besten als Angst vor der Angst beschreiben lässt. Betroffene hören immer feinfühliger in ihren Körper hinein, steigern sich in den Zustand und erwarten geradezu die typischen Symptome einer Panikattacke.

Welche Symptome sind typisch für Panikattacken?

In aller Regel dauert eine Panikattacke einige Minuten. In Einzelfällen können Panikattacken jedoch auch ein paar Stunden anhalten. Panikattacken äußern sich stets sowohl physisch als auch psychisch. Zu den typischen physischen Symptomen einer Panikattacke zählen Schweißausbrüche, Zittern, Schwindel, Hyperventilation und Herzrasen. Vielfach können Betroffene auch ein Kribbeln oder gar Krämpfe in der Muskulatur wahrnehmen. Der Körper des Betroffenen befindet sich dann in einer Art Alarmbereitschaft und erhöht die Energiezufuhr. Es ist nicht verwunderlich, dass Betroffene diese Reaktion als bedrohlich empfinden, weil keine objektive Gefahrensituation gegeben ist. Durch dieses subjektive Empfinden werden die Symptome noch verstärkt wahrgenommen.

Ein wichtiges psychisches Symptom einer Panikattacke ist eine verstärkte Angst. Betroffene berichten vielfach, dass sie bei ihrer ersten Panikattacke dachten, dass sie sterben müssten oder einen Herzinfarkt erlitten. Zudem lässt sich die Umwelt für die Betroffenen nicht mehr so deutlich wahrnehmen; durch die Panikattacken konzentriert sich der Betroffene immer mehr auf sich selbst und seinen physischen Zustand, wodurch die Symptomatik noch zusätzlich verstärkt wird.

Diagnose einer Panikattacke

Eine Panikattacke wird von Ärzten dann diagnostiziert, wenn der Betroffene unter den oben genannten Symptomen leidet und sich keine körperlichen Ursachen für das Auftreten der Symptomatik finden lassen. Dies setzt voraus, dass der Betroffene zunächst einige körperliche Untersuchungen bei seinem Hausarzt oder einem Facharzt über sich ergehen lässt, ehe die Ausschlussdiagnose Panikattacke getroffen werden kann. Sofern sich keine körperliche Beeinträchtigung herausstellt, wird die Diagnose einer psychischen Angststörung gestellt.

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