Den Burn-Out-Symptomen auf der Spur

Heutzutage sind sich Wissenschaftler darüber einig, dass die Produktion von Stresshormonen im menschlichen Gehirn der Ausgangspunkt eines Burn-Outs und der damit verbundenen Symptome ist.

Wie sicherlich allgemein bekannt sein dürfte, können psychische Krankheiten Auswirkungen auf jeden Teil im Körper haben. Entsprechend spiegelt sich eine erkrankte oder angegriffene Psyche häufig in körperlichen – sogenannten psychosomatischen – Beschwerden wider.

Zu den körperlichen Leitsymptomen bei einem Burn-Out zählen unter anderem:

  • dauerhafte Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Beklemmungsgefühle in der Brust
  • Ohrgeräusche
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Schwindel
  • Herzschmerzen und Herzrasen
  • Kopfschmerzen

Die genannten Symptome sind besonders häufig im Zusammenhang mit Burn-Out zu beobachten, bilden jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten Bandbreite an Symptomen, die mit dem Burn-Out-Syndrom einhergehen können. Bereits der Name „Syndrom“ deutet an, dass es sich hierbei um eine Ansammlung verschiedenster körperlicher Auswirkungen handelt.

Wodurch zeichnet sich das Burn-Out-Syndrom aus?

Wie bereits angesprochen, kann das Burn-Out-Syndrom zu verschiedenen Symptomen und Beschwerden führen, wobei nicht alle dieser Symptome zwingend bei allen Patienten, die am Burn-Out-Syndrom leiden, vorkommen müssen. Typisch für dieses Krankheitsbild ist, dass es sich sowohl bei physischen als auch psychischen Beschwerden auf unterschiedliche Weise zeigen kann. Da jedoch körperliche Beschwerden selbst von erfahrenen Ärzten nur schwerlich mit psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden können, bleibt das Burn-Out-Syndrom oft über lange Zeit unentdeckt oder beispielsweise als depressive Verstimmung oder als Chronisches Erschöpfungssyndrom  fehlinterpretiert. Dies bedeutet für den Betroffenen vielfach eine wahre Ärzteodyssee, ehe die Diagnose Burn-Out gestellt wird. Oftmals handelt es sich hierbei um eine Ausschlussdiagnose. Dies bedeutet, dass zunächst alle möglichen körperlichen Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen, ehe die Diagnose Burn-Out-Syndrom gestellt werden kann.

Psychische Burn-Out-Symptome

Das Burn-Out-Syndrom zeichnet sich nicht nur durch körperliche, sondern auch durch psychische Burn-Out-Symptome aus. Folgend eine Übersicht über die häufigsten psychischen Symptome, die mit dem Burn-Out-Syndrom einhergehen:

  • Große Schwierigkeit, den Alltag zu meistern
  • häufige Gefühle des Ärgers, des Widerwillens und des Versagens
  • ausgeprägte Schuldgefühle
  • Gleichgültigkeit und Mutlosigkeit
  • Misstrauen gegenüber dem sozialen Umfeld
  • Stimmungsschwankungen
  • niedrige Frustrationstoleranz

Wie auch bei den körperlichen Symptomen ließe sich die Liste an psychischen Symptomen, die typisch für ein Burn-Out-Syndrom sind, beliebig weiterführen. Die Ausprägung der jeweiligen Burn-Out-Symptome ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Daher lassen sich keine pauschalen Angaben darüber machen, welche psychischen Burn-Out-Symptome auftreten können und welche nicht.

Die Schwierigkeit der Diagnosefindung beim Burn-Out-Syndrom

Das Problem beim Burn-Out-Syndrom ist, dass sich die eigentliche Erkrankung anhand von den herkömmlichen Untersuchungsmethoden nicht eindeutig diagnostizieren lässt. Körperliche Untersuchungen führen ebenso wenig zur eindeutigen Diagnose Burn-Out wie Laborwerte. Ebenso wenig lässt sich über klassische Untersuchungsmethoden der Schulmedizin der Erfolg der eingeleiteten Therapiemaßnahmen nachvollziehen. Die Ursache für ein Magengeschwür kann beispielsweise in permanentem Stress liegen. Hierdurch kann jedoch der psychische Status und damit der Grad des Burn-Out-Syndroms nur schwer erfasst werden, ganz im Gegensatz beispielsweise zu einer Entzündung im Körper oder bei erhöhten Blutzuckerwerten.

Fazit

Beim einem Burn-Out handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die sich sowohl durch körperliche als auch psychische Symptome auszeichnen kann. Die Ausprägung der Burn-Out-Symptome ist individuell unterschiedlich und erinnert an Depression Symptome. Dies und die Tatsache, dass sich das Burn-Out-Syndrom nicht mit klassischen Untersuchungsmethoden erkennen lässt, gestaltet die Diagnose als sehr schwierig.

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