Das Burn-Out-Syndrom: Wenn die Erschöpfung zum täglichen Begleiter wird

Das Burn-Out-Syndrom sowie das chronische Erschöpfungssyndrom sind durchaus miteinander vergleichbar.

Bei beiden ist eines der Hauptsymptome chronische Müdigkeit, welche die Lebensqualität des Betroffenen sowohl im beruflichen als auch privaten Kontext stark beeinträchtigt.

Das große Problem an der Diagnose Burn-Out-Syndrom ist die Vielzahl an verschiedenen Burn-Out-Symptomen, die auch bei anderen psychischen Störungen, wie beispielsweise einer depressiven Verstimmung, auftreten können. Beide Krankheitsbilder sind sich durchaus ähnlich, jedoch beinhaltet das Burn-Out-Syndrom in der Regel verschiedenste Symptome, die sowohl den Körper als auch die Seele betreffen. Konzentrationsstörungen zählen ebenso zu den bekanntesten Anzeichen für ein Burn-Out-Syndrom wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder auch sexuelle Unlust. Diese vielfältige Palette an Burn-Out-Symptomen – die Depression Symptomen sehr ähnlich sind – ist dafür verantwortlich, dass ein Burn-Out-Syndrom niemals nur einen bestimmten Teil im Leben des Betroffenen beeinträchtigt. Vielmehr handelt es sich bei einem Burn-Out-Syndrom um eine Erkrankung, die eine Partnerschaft ebenso belasten kann wie das Verhältnis zu Kollegen oder Freunden.

Ein Burn-Out-Syndrom hat verschiedene Phasen

In der Regel zieht sich der Prozess des Burn-Out über viele Jahre hinweg und wird entsprechend erst spät vom Betroffenen bemerkt. In vielen Fällen möchten Personen, die unter dem Burn-Out-Syndrom leiden, nicht wahrhaben, dass es ihnen auf einmal an Leistungsfähigkeit und Elan fehlt. Zu groß ist die Angst, vom Umfeld als schwach oder faul abgestempelt zu werden. Die Crux an dieser fatalen Situation: Es würde betroffenen Personen gerade gut tun, einmal „alle fünf gerade sein zu lassen“ und sich zu entspannen. Hierdurch könnte die unheilvolle Spirale durchbrochen werden, die bei Betroffenen dazu führt, immer mehr Energie in den Alltag zu investieren, um den eigenen Leistungsansprüchen weiterhin gerecht werden zu können.

Frauen sind häufiger von Burn-Out betroffen

Auch wenn die Medizin bis heute unschlüssig hinsichtlich der Ursachen für ein Burn-Out-Syndrom ist, ist eines bekannt: Ein Burn-Out trifft Frauen öfter als Männer. Warum dies so ist? Darüber existieren nur Spekulationen. Ein Grund könnte sein, dass einige Frauen Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen und damit besonderen seelischen Belastungen ausgesetzt sind. Fakt ist, dass ein Burn-Out-Syndrom vor allem Personen betrifft, die unter großem Stress zu leiden haben und einer hohen Erwartungshaltung unterliegen. Natürlich muss dies nicht unbedingt vom Umfeld an den Betroffenen herangetragen werden; auch wenn man sich permanent selbst überfordert, kann dies in einem Burn-Out-Syndrom enden. Ebenso übermäßige Fürsorge und das buchstäbliche Vergessen der eigenen Person können zu einem Burn-Out-Syndrom führen.

Ein Burn-Out-Syndrom heilen: Viel Geduld ist erforderlich

Ein ausgeprägtes Burn-Out-Syndrom befällt einen Menschen nicht über Nacht. Es dauert einige Monate oder auch Jahre, bis eine permanente Überforderung zu einem Burn-Out-Syndrom führt. Entsprechend lange dauert auch der Heilungsprozess. Besonders wichtig ist es für Betroffene, sich – so gut es eben geht – von seelischen Belastungen und Stress zu distanzieren. Nur durch Entspannung können Seele und Körper wieder neue Kräfte und Energie tanken, die für den Heilungsprozess unverzichtbar sind.

Ebenso wichtig ist es für Betroffene, sich professionelle Hilfe von einem erfahrenen Psychologen oder Neurologen zu holen. Hierbei sollte der Betroffene unbedingt darauf achten, dem Arzt möglichst alle Symptome, die ihm selbst bei sich aufgefallen sind, mitzuteilen. Nur so kann die sichere Diagnose Burn-Out-Syndrom gestellt werden.

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